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Schüleraustausch am Max-Reger-Gymnasium

Frankreichaust2019 Schon seit Jahrzehnten bildet der Schüleraustausch mit dem Collège Michel Chasles einen festen Bestandteil im Fahrtenkonzept des Max-Reger-Gymnasiums. Beim Besuch der französischen Gruppe aus Epernon, einer Kleinstadt südwestlich von Paris, stand für die Schülergruppe unter der Leitung der beiden Lehrkräfte Mélina Rabotin und Jérémy Onfroy auch ein Empfang im Rathaus auf dem Programm. Dabei unterstrich Oberbürgermeister Michael Cerny die Bedeutung einer gelingenden Völkerverständigung, um die Einheit Europas gerade mit Blick auf die Chancen der jungen Generation nicht zu gefährden. Auf dem Rathausbalkon konnten die französischen Schüler/innen ihre Wahrnehmung der Vilsstadt aus dieser besonderen Perspektive erweitern und dem nachspüren, was sich Cerny als Stadtoberhaupt wünscht: „Erlebt Amberg als lebens- und liebenswerte Stadt und behaltet sie als solche in eurer Erinnerung.“ Zur Erfüllung dieses Wunsches trug das vielfältige Programm des Max-Reger-Gymnasiums, das in den bewährten Händen der Französisch-Lehrerinnen Angela Ziegler und Yvonne Hösl lag, bei. Neben einer Stadtführung und dem Erleben von Gemeinschaft in vielfältigen Einrichtungen des kulturellen und sportlichen Lebens Ambergs unternahmen die französischen Schüler/innen mit ihren Amberger Austauschpartner/innen auch Ausflüge nach Regensburg und Nürnberg. 

StR Kober, Foto: Steinbacher, AZ

Ein weißes Andorra, das ist das Ziel von Barblin und ihren andorranischen Mitbürgern. 

Zu Ehren des kommenden St. Georg Tages weißeln sie ihre Hausfassaden, Barblin weißelt und singt dazu in feinen Tönen (durchweg überzeugend dargestellt von Hanna Schallmaier, 9b). Dass etwas in der Luft hängt, eine „heiße Stille“, wie es der Pater (Lea Eckert, Q12) ausdrückt, die Gefahr eines Einmarschs durch ein judenfeindliches Nachbarland, wollen zunächst nicht alle wahrnehmen, aber die düsteren Glockenschläge steigern die unheilvolle Stimmung bis zu einem tödlichen Ende.

Eine reduzierte Kulisse lenkte den Fokus auf die Entwicklung jeder einzelnen Figur, vom Lehrer, Barblins Vater, der von Alexandra Schwartz (Q12) leidenschaftlich umgesetzt wurde, bis zu   Hochwürden, der als einziger zwar seine Verantwortung einsieht, aber letztendlich doch schweigt, als es auf ihn ankommt. Auch beim Amtsarzt (Caroline Wellnhofer, 9b, deren rollendes „R“  beängstigend einen unwohl bekannten  Judenhasser aufscheinen ließ) spürte man deutlich, mit wie viel Leidenschaft und Begeisterung die Rolle umgesetzt wurde.

Das Geschehen wurde durchweg begleitet von Jemand (Antonia Tessmann, 8b), dessen Stimmungen absichtlich nicht zur jeweiligen Situation passten oder dessen kommentarloser Kommentar Unbehagen und leise Scham bei den Akteuren weckte.

Der Wirt und die Wirtin (sicher und ausdrucksstark Nina Eules und Nadja Rein, beide 8b) rühmen sich zunächst noch, den vermeintlichen Juden Andri (sensibel umgesetzt von Luca Adams, Q11) bei sich als Küchenjungen angestellt zu haben. Als er von zwei betrunkenen Soldaten (die voll aufgingen in ihrer Rolle und zunächst pöbelnd durch das Publikum wankten: Daniel Gast und Silas Klemm, beide Q11) niedergeschlagen wird, rühren sie keinen Finger, um ihm zu helfen, sondern belehren ihn noch, sich als Jude halt nicht mit den Andorranern anzulegen. Später wird Andri ohne Beweise beschuldigt, mit einem Stein eine Ausländerin (sehr vornehm und unglaublich elegant: Jana Zinnbauer , Q12) getötet zu haben. Wirt und Wirtin sind die ersten, die mit dem Finger auf ihn zeigen.

Beim Tischler (Lia- Maline Müller, 8c) macht er später eine Lehre. Dieser übergeht mit dreister Überheblichkeit, dass der perfekt gezimmerte Stuhl von Andri stammt, während der zu Unrecht gelobte Geselle (Jule Berger, 7a), der vorher noch seine tiefe Zuneigung zu Andri beteuert hatte, nicht den Schneid aufbringt, dem Chef zu widersprechen.

So wird in verschiedenen Szenen deutlich, wie Worte und Taten der Andorraner weit auseinander klaffen: wenn es darauf ankommt, für Andri einzustehen, kneifen fast alle. Beteuerungen, sie seien natürlich nicht Schuld an der Ermordung des vermeintlichen Juden, werden  unterstrichen mit dem rituellen Aufsetzen einer dunklen Sonnenbrille und der stetigen Wiederholung: Ich bin nicht schuld! Wir sind nicht schuld! Am deutlichsten offenbart der Amtsarzt seine Haltung: „Sie müssen nicht jedermann erzählen, was Sie mit eigenen Augen gesehen haben!“

Die Wahrheit kann bald nicht mehr länger verborgen werden, aber niemand vermag es, aus seiner Rolle zu entweichen: Andri kann nicht akzeptieren, dass die Geschichte, er sei ein Jude, eine Erfindung seines leiblichen Vaters ist: „Wie viele Wahrheiten habt ihr?“ 

Barblin, die er heiraten wollte, versucht verzweifelt, ihm verständlich zu machen, dass er ihr Bruder ist und deshalb Verlobung und Heirat ausgeschlossen sind. Doch er ist bereits so tief verbittert vom Verhalten und Verrat all seiner Mitmenschen, dass er darin nicht Barblins Liebe, sondern ebenfalls Abscheu vor dem Juden erkennen will.

Beim feindlichen Einmarsch flehen Vater, Mutter (Ntania Kalliga, Q11) und Barblin ihre Mitbürger vergeblich an, die Wahrheit zu sagen und sich damit hinter Andri zu stellen. Als der Judenschauer kommt, der „es an den Füßen sieht“, weshalb alle Andorraner die Schuhe ausziehen und mit gruseligen, schwarzen Maske aus Plastiktüten marschieren müssen, ist jeder nur noch darauf bedacht, seine eigenen Haut zu retten. Obwohl sie inzwischen wissen, dass Andri der leibliche Sohn des Lehrers ist und damit Barblins Bruder, also „einer von ihnen“, rücken sie nicht von ihrem Vorurteil ab, überlassen ihn seinen Mördern. „Ich bin nicht schuld! Wir sind nicht schuld!“

In der letzten Szene irrt Barblin von Sinnen umher, das Haar nun als Zeichen der „Judenhure“ geschoren, wieder mit ihrem Eimer weißer Farbe und weißelt jedes Haus und jeden Menschen, der ihr begegnet. „Warum geht ihr nicht heim und hängt euch auf wie mein Vater! Ich weißle und weißle…“ und die weiße Farbe mischt sich mit dem Blut ihrer verlorenen Liebe…

Geschrieben von Christine Kleinert (GMG) für die Amberger Zeitung

WährungsunionReinhard Pfaffel, Leiter der Bundesbank-Filiale Regensburg, referierte Ende Februar vor den „Wirtschaft und Recht“- Oberstufenkursen zum Thema „Geldpolitik in bewegten Zeiten“. Dabei brachte er den Schülerinnen und Schülern die Funktionsweise und die Instrumente der Europäischen Zentralbank näher, mit deren Hilfe die wichtigste Bank Europas ihr Ziel der Preisstabilität im Euroraum zu erreichen versucht. Auch die Schwierigkeiten wurden thematisiert, die sich für die EZB im Rahmen einer einheitlichen Geldpolitik für alle Staaten der Währungsunion bei gleichzeitiger unabhängiger Fiskal-, Sozial- und Lohnpolitik der Euro-Länder ergeben. Vor diesem Hintergrund wurden im Vortrag die massiven Leitzinssenkungen der EZB und die damit einhergehende andauernde Niedrigzinsphase näher erläutert. Ein großer Dank an Herrn Pfaffel für den anschaulichen und praxisnahen Vortrag!   

StRin V. Hannes

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Bild: Nicole Allwang bei der Präsentation ihres Buches auf der Frankfurter Buchmesse 2018

 

Im Frühjahr kommt der „Winter“… 

MRG-Nachwuchs-Autorin Nicole Allwang (Q11) 

Unsere Schülerin Nicole hat ihr Erstlingswerk „Winter - Wenn Sommer, Frühling oder Herbst vollkommen unwichtig sind“ (417 Seiten – ISBN 978-3038311911) veröffentlicht. Ihr schriftstellerischer Durchbruch führte die 16-jährige Ehenfelderin als Gewinnerin des Jugendpreises der Deutschen Literaturgesellschaft 2018 im vergangenen Oktober bereits auf die Frankfurter Buchmesse

 

Fahrt zur Frankfurter Buchmesse 2018 

Dorthin begleitete unsere Nachwuchs-Autorin Nicole Allwang eine Q11-Delegation unter der Leitung von StDin Bachfischer, StRin Rotheigner und StR Kober. Die Begegnung mit einer kaum überschaubaren Vielfalt an literarischen Werken unterschiedlicher Genres beeindruckte Schüler/innen und Lehrkräfte gleichermaßen. Beim Rundgang über das Messegelände durchlief man buchstäblich vielgestaltige Welten schriftstellerischer Schaffenskraft, welcher man in reflektierender Form beim Besuch von Interviews im Rahmen des „Blauen Sofas“ nachspüren konnte. 

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Bilder: Einblicke Frankfurter Buchmesse 2018 

Als Höhepunkt unserer Fahrt zur Buchmesse kann zweifelsfrei die Verleihung des Jugendbuchpreises 2018 an Nicole am Stand der Deutschen Literaturgesellschaft bezeichnet werden. Eine strahlende Siegerin freute sich zurecht über ihre verdiente Auszeichnung. Dazu erklärte die Deutsche Literaturgesellschaft: „Mit ihrer Professionalität und einem ungewöhnlichen Thema hat sie uns überzeugt.“ 

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Bild: Jugendbuchpreis 2018 für Nicole Allwang 

 

In bewundernswert eindrücklicher Direktheit lässt die Cover-Zeichnerin Kim Nespor, ebenso MRG-Schülerin aus der Q11, die thematische Tiefe dieses Buches bereits auf dem ersten Blick zur Wirkung kommen. Inhaltlich sieht sich die jugendliche und erwachsene Leserschaft gleichermaßen direkt angesprochen: 

„Mein Leben war immer kalt und einsam wie der Winter. Mein Name könnte nicht besser gewählt sein. Doch dann war da plötzlich Clyde und brachte mein mühsam aufgebautes Leben ins Wanken. Ausgerechnet der größte Playboy der Schule hat ein Auge auf mich geworfen. Doch es geht um mehr als nur Gefühle – es geht um mein Überleben.“

Nicole Allwang skizziert in einer Selbstvorstellung auszugsweise folgendes Bild von sich: 

„Ich war der kleine Rotschopf, der alles ganz genau wissen wollte und dem nie die Fragen ausgingen, der auf dem Land in einem kleinen Oberpfälzer Dorf aufgewachsen ist und noch Dreck gegessen hat, wie so manche meiner Kindergartenfreunde…

Aber so wild ich damals auch war – man mochte es nicht glauben – ich konnte es kaum erwarten, in die Schule zu kommen. Und zwar nur aus einem Grund: um das Lesen zu lernen. Das mit den Zahlen und dem Rechnen und so reizte mich damals gar nicht – tut es auch heute noch nicht – aber ich wollte unbedingt diese geheimnisvollen Buchstaben lesen können.

 

Vorlesetag 2018

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Unsere 8. Jahrgangsstufe konnte sich am 16.11.2018 im Rahmen des Vorlesetags bereits von der literarischen Begeisterungsfähigkeit der jungen MRG-Schriftstellerin Nicole Allwang überzeugen. Mit Auszügen aus ihrem Werk „Winter“ zog sie die Zuhörenden, die sich bereits im Vorfeld mit der Grundthematik des Buches auseinandergesetzt hatten, in ihren Bann.

Gespannt lauschten die Jugendlichen den sich entfaltenden Handlungssträngen und spürten der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Winter und Clyde nach. Auch der Entstehungsprozess ihrer Erstveröffentlichung wurde von Nicole anschaulich nachgezeichnet. 

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In einer intensiven Frage-Runde kamen Motive des Schreibens ebenso zur Sprache wie die Herausforderungen des Beginns einer schriftstellerischen Tätigkeit – zumal unter den zeitlichen Bedingungen einer Gymnasiastin in der Oberstufe. 

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Fahrt zur Leipziger Buchmesse 2019 

Auch auf der Leipziger Buchmesse 2019 wird Nicole Allwang vertreten sein. Unsere 9. Jahrgangsstufe wird mit ihr in Leipzig am Donnerstag, 21.03.2019, in die literarischen Sphären der Gegenwart eintauchen und sicher ähnliche außergewöhnliche Erfahrungen und Entdeckungen machen wie die MRG-Gruppe in Frankfurt im Herbst 2018. 

StR Tobias Kober

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Bild: Nicole Allwang (2.v.l.) mit ihrer Mutter (r.) und Kim Nespor (2.v.r.) und weiteren Mitschüler/innen aus der Q11 auf der Buchmesse

 

Die sachliche argumentative Auseinandersetzung wird in den Zeiten von fake news und Hasskommentaren in den social medias wichtiger denn je. Zum wiederholten Mal beteiligt sich das Max-Reger-Gymnasium an dem bundesweiten Wettbewerb „Jugend debattiert“. 

JugendDebattiert2019Bei dieser Debattenform äußern sich jeweils vier Jugendliche zu aktuellen politischen oder schulischen Streitfragen Bewertet werden dabei vier Kategorien: nämlich Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Zunächst mussten in Klassenwettbewerben alle Schüler der teilnehmenden Klassen im rhetorischen Wettstreit gegeneinander antreten, wo sich die besten schließlich vor großem Publikum im Finale messen mussten. In der Sekundarstufe I traten aus den neunten Klassen Sina Szeri, Anna Bauer, Felicia Thirimadurage, Stella Stöckl zu dem in den letzten Monaten stark diskutierten Thema „Soll ein Schulfach “praktische Lebensführung“ eingeführt werden?“ gegeneinander an. In einem spannenden, von sehr viel Sachkenntnis, Fairness und Temperament bestimmten Rededuell setzten sich schließlich Sina Szeri auf dem ersten Platz und Anna Bauer auf dem zweiten Platz durch; beide werden damit in ihrer Jahrgangsstufe beim Regionalentscheid das Max-Reger-Gymnasium vertreten. 

Dass der Wettbewerb durchaus auch hochaktuelle Probleme aufgreift, zeigte die in der Sek II zu debattierende Frage „Soll auf deutschen Autobahnen ein generelles Tempolimit eingeführt werden?“. Diesem Streitpunkt stellten sich aus der zehnten Jahrgangsstufe Raphael Eckert und Katharina Wenkmann und aus der Q11 Michael Matz und Lena Ibler. Sehr engagiert, eloquent und mit guter Sachkenntnis ausgestattet gingen die Oberstufler an das brisante Thema heran und zeigten in dem verbalen Wettstreit die vielen verschiedenen Facetten der Problematik auf. Hier konnten sich auf den ersten Plätzen Michael Matz, der vor allem durch seine fundierte Sachkenntnis auch im Hinblick auf passende Zitate beeindruckte, und Katharina Wenkmann, die besonders durch ihre Ausdrucksfähigkeiten auffiel, durchsetzen. Auch sie sind damit beim Regionalentscheid dabei. Die betreuende Lehrkraft Veronika Frenzel freute sich über die Leistungen ihrer Schüler.

Heuer präsentierte sich der Musische Abend am Max-Reger-Gymnasium mal unter einem ganz anderen Motto: 

Ein Musischer Abend ganz allein für die Jüngsten unserer Schule: die 5. und 6. Klassen.

Das Auftreten vor Publikum, mit Nervosität umzugehen, ihr Können am Instrument zu zeigen, sich zu präsentieren, all das will gelernt und gut vorbereitet sein. 

Und so übten die Jugendlichen der 5. und 6. Klassen seit Wochen auf ihren Auftritt hin, schrieben jeder für sich eine kleine Hinführung zu ihrem Stück, erkannten, wie wichtig es ist, bei Ansagen langsam und deutlich zu sprechen, sich nach einem Auftritt höflich zu verbeugen und sich eine geschickte Reihenfolge für ihre Auftritte zu überlegen. 

Der Reigen begann um 18.30 Uhr in der Pausenhalle. Nach der Begrüßung durch OStD Wolters präsentierten sich den versammelten Schülern, Eltern und Lehrern die Schulstreicher-ein Vororchester, das hauptsächlich aus Unterstufenschülern besteht. Gut gestimmt und gelaunt zeigten sie, wie gut auch die jüngsten Streicher schon schwungvolle Tänze spielen und gestalten können. Der sauber intonierte Unterstufenchor riss sein Publikum mit einem Krimilied mit. Die Schüler/-innen artikulierten so deutlich, dass wahrlich jeder der witzigen Geschichte mit Irrungen und Wirrungen folgen konnte, die sie außerdem sehr gut ausgestalteten.

Weiter ging es für die drei 5ten Klassen und ab 19.30 Uhr auch für die drei 6. Klassen in beiden Musiksälen und einem Klassenzimmer, wo sie ihre Klassenkonzerte starteten.

Vor vollbesetzten Zuhörerreihen begann jede Klasse den Abend mit einem gesungenen Lied, fein herausgeputzt, so wie es sich für ein Konzert gehört, und mit vor Aufregung roten Wangen.

Akribisch vorbereitet und für so junge Jahre erstaunlich souverän und eloquent bereiteten die jungen Musiker danach die Zuhörer mit Phantasiereisen, zeitgeschichtlichen Anekdoten und Erklärungen zu Komponisten und Werksgattung auf ihr jeweiliges Stück vor. 

Und was für eine Vielfalt da zu hören war: Geige, Cello, Klavier, Querflöte, Klarinette bis hin zur Trompete, Saxophon, Gitarre und Schlagzeug. Und es wurde nicht nur einzeln musiziert, viele fanden sich zusätzlich zu kleinen Ensembles zusammen, als Klarinetten- oder Flötenduo, als Geigenduo mit Klavierbegleitung, so ganz nebenbei ein großer Beitrag zur Bildung einer guten Klassengemeinschaft. 

Nicht nur der musische Beitrag jedes einzelnen 5. und 6.-Klässlers war gelungen, nein, jede einzelne Präsentation war perfekt: Alle Schüler nannten deutlich Titel und Komponisten ihres Stücks, gaben ihre kleine Einführung und nach dem Spiel verbeugten sie sich wie Profis beim wohlverdienten Applaus des Publikums.

Eigentlich müssten an dieser Stelle alle Schüler namentlich genannt werden, jeder hätte es verdient, denn jeder war bestens vorbereitet, überwand alle Nervosität und Unsicherheit und strahlte am Ende voller Stolz. 

So sei an dieser Stelle ein großes Lob an und für alle Musiker und ihre sie liebevoll vorbereitenden Instrumentallehrer ausgesprochen, für einen bestens unterhaltenden "Musischen Abend".

 

Michaela Treese

Berufsinfo2019Welche Eigenschaften muss mein späterer Traumjob haben? Wie kann ich herausfinden, ob mir die Arbeit, für die ich mich interessiere, auch wirklich Freude macht? Wo kann ich hilfreiche Kontakte knüpfen?

Dies sind nur einige Beispiele für die Fragen, die Sandra Schönberger und Sabine Allig von der Organisation der SOS-Kinderdörfer mit den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen am Mittwoch, 6.2. 2019, diskutierten. Dabei boten sie spannende Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsfelder im Rahmen der SOS-Kinderdörfer: Pädagogen, Controller, Marketingmanager, Sozialwissenschaftler und viele weitere sehr unterschiedliche Berufe geraten dabei ins Blickfeld der jungen ZuhörerInnen. Besonders betonten die beiden Referentinnen die Tatsache, dass die Wahl eines Studienganges mit vielfältigen Berufsmöglichkeiten verbunden sei. Außerdem gab es konkrete Anregungen zu Auslandsaufenthalten sowie Tipps für interessante Praktikumsstellen. 

Dr. Weiss2019Anfang Februar war Dr. Christof Weiß zu Gast am MRG und hielt im Rahmen der Berufsorientierung für den Physikkurs und die Musikaddita der Q11 einen interessanten Vortrag über seinen beruflichen Werdegang und die Ergebnisse seiner Doktorarbeit.

Dr. Christof Weiß absolvierte sein Abitur am MRG und studierte anschließend Physik an der Universität Würzburg, sowie Komposition an der Hochschule für Musik in Würzburg. Im Anschluss forschte er am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau. Dort verfasste er auch seine Dissertation mit dem Titel „Computational Methods for Tonality-Based Style Analysis of Classical Music Audio Recordings“. Über diese Doktorarbeit schrieb er einen Artikel mit dem Titel „Das ist Haydn. Ganz sicher!“ und erklärte hierdurch auf allgemein verständliche Weise die Ergebnisse seiner Dissertation. In dieser befasst er sich mit Algorithmen, die Musikstile erkennen sollen. Für diesen Beitrag erhielt er den KlarText-Preis der Klaus Tschira Stiftung in der Kategorie Informatik. Gegenwärtig ist er Mitarbeiter der International Audio Laboratories Erlangen. 

In seinem Vortrag schilderte Dr. Weiß den Schülern und Schülerinnen der Q11 auf sehr anschauliche Weise, wie es gelingen kann, den Komponisten eines Musikstückes oder die Epoche, in der ein Werk entstanden ist, mit digitaler Technik zu erkennen. Das maschinelle Lernen spielt hierbei eine besondere Rolle. Der Computer muss nämlich zunächst lernen, bestimmte Eigenschaften mit dem jeweiligen Musikstil zu verknüpfen. Hierbei war das Einspeisen von über 1000 Trainingsbeispielen nötig. Ein eigens programmierter Algorithmus misst daraus die dominanten Tonhöhen einer Aufnahme und leitet hieraus charakteristische Merkmale ab. In seinem Vortrag machte Dr. Weiß deutlich, dass die Grundlage seiner Arbeit mehrere Studienfächer umfasst: Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Musik. In der Praxis spielen dabei vor allem die Methoden der Informatik eine große Rolle. 

Nach dem Vortrag hatten die Schüler und Schülerinnen Gelegenheit, Dr. Weiß Fragen zu seiner Arbeit und zum Studium  zu stellen. Hierbei war für die Schüler vor allem relevant, inwieweit diese Forschungsergebnisse in der Praxis Anwendung finden. Dr. Weiß machte deutlich, dass vor allem das maschinelle Lernen ganz wesentlich auch für den industriellen Bereich ist. So werden zum Beispiel den Verbrauchern Musikstücke im Internet angeboten, die zu deren Musikgeschmack passen könnten. Damit dies funktioniert, ist ein entsprechender Algorithmus erforderlich. Auch das Prinzip der Gesichtserkennung beruht auf einem Algorithmus, der immense Datenmengen im Internet auswertet. 

Dem Referenten gelang es in seinem beeindruckenden Vortrag, die doch teilweise recht komplexen Inhalte allgemeinverständlich darzustellen. Insbesondere gab er den Zuhörern sowohl einen guten Einblick in die wissenschaftlichen Arbeitsweise als auch in den anwendungsbezogenen Bereich der Forschung.

 

 

Wiesgickl Monika

Jim2018Inzwischen ist es fast schon Tradition am Max-Reger-Gymnasium: Am 6. Dezember kommt nicht nur der Nikolaus, sondern auch Jim Wingate zu Besuch. 

Im Gepäck hatte der gebürtige Schotte auch dieses Jahr viele Geschichten für unsere Schülerinnen und Schüler der Unterstufe. So freuten sich alle, die ihn schon einmal erlebt haben, auf seinen Besuch. Jim schaffte es dann auch wieder, alle mit den „stories“ aus seiner Heimat und der ganzen Welt zu begeistern. Er erzählt lebhaft und gestenreich, sodass auch unsere Jüngsten die Geschichten verstehen und miterleben können. Letzteres ist wörtlich zu nehmen, denn Jim bindet Schülerinnen und Schüler ein und macht sie zu aktiven Handlungsträgern. Immer wieder bringt er seine Zuhörer mit einfallsreichen Ideen nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Sprechen.

Aktives Sprechtraining bot Jim den Schülerinnen und Schülern der achten Jahrgangsstufe. Was zunächst trocken als „Practice for oral exams“ angekündigt war, verwandelte Jim in „Practice for life“. Denn was ist es anderes als eine Übung für’s Leben, wenn man plötzlich lernt, was man beim ersten „(blind) date“ – auf Englisch- sagen könnte?

So sind sich am Ende dieses Vormittages alle einig und hoffen auch im nächsten Jahr wieder zu hören: „Hello, I’m Jim.“

 

(Daniela Helm-Wied)

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