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Am 23. Februar machten wir, 50 Schüler der 8. Klassen des Max-Reger-Gymnasiums, uns zusammen mit unserer Musiklehrerin Frau Feldmeier-Zeidler auf zum 2. Jugendkonzert der Münchner Philharmoniker.

Nachdem wir die 2-stündige Busfahrt geschafft hatten, kamen wir gegen 18 Uhr am Gasteig in München an, in dem sich die Konzerthalle befindet. Nach einer kurzen Pause, in der wir uns ein wenig in der Umgebung umschauen durften, begaben wir uns gespannt und erwartungsvoll in den schönen Konzertsaal und nahmen unsere Plätze ein. Die Klasse 8c durfte schon zum zweiten Mal nach München in ein Konzert fahren, diese Schüler und Schülerinnen kannten also bereits den Saal. Die anderen Schüler, die den Saal zum ersten Mal betraten, waren sehr beeindruckt von den Ausmaßen und dem Aussehen des Konzertsaals, alles in Holz getäfelt, auf den Sitzplätzen, die in verschiedenen Blöcken und wie in einem Hörsaal nach oben hin angeordnet sind, haben rund 2400 Besucher Platz.

 

Von unseren weit oben liegenden Plätzen aus konnten wir alles gut beobachten, alle Sitze waren mit überwiegend Jugendlichen belegt. Und auch die Bühne hatten wir voll im Blick und problemlos konnten wir sehen, dass das Orchester in amerikanischer Sitzordnung Platz nahm, d.h. die Celli saßen rechts vom Dirigenten. Dieses Wissen haben wir im Musikunterricht erworben und so war es für uns interessant, unser theoretisch Gelerntes in der Praxis zu erfahren.

Der besonders für junge Leute zugeschnittene Abend begann mit einer amüsanten Einführung durch den Moderator Andreas Korn, der auch zwischen den Musikstücken einfallsreiche und informative Hinweise gab und auch den Dirigenten Gustavo Gimeno sowie mit den jungen Cello-Solisten Julian Steckel interviewte. Der Spanier Gustavo Gimeno, der sich nach einer Zeit als Schlagzeuger ganz dem Dirigieren widmet, ist inzwischen auf der ganzen Welt gefragt, nachdem er sein viel beachtetes Debüt beim Royal Concertgebouw Orchestra gegeben hatte.

Beim ersten Werk, das auf dem Programm stand, handelte es sich um das moderne Stück "Hidd`n Blue", komponiert von dem 1985 geborenen Spanier Francisco Coll.

Er lernte Posaune, Musiktheorie und Komposition an den Konservatorien in Valencia und Madrid. In seinem Stück "Hidd`n Blue" (= "Verstecktes Blau"), das er zwischen 2009 und 2011 für das London Symphony Orchestra schrieb, verbindet er musikalische Klänge mit Farben. Eine Besonderheit war, dass an dem für uns teilweise mysteriös klingende Stück neben den üblichen Instrumenten zahlreiche Schlaginstrumente beteiligt waren, unter anderem eine Plastiktüte mit zerknittertem Papier. Dies versetzte das komplette Publikum natürlich in Staunen und fand großen Gefallen.

Das zweite Werk war das Konzert für Violoncello und Orchester in a-Moll, op. 129, welches im Jahr 1850 von Robert Schumann (1810 - 1856) als frisch ernannter Musikdirektor in Düsseldorf komponiert wurde. Das für das Cello besonders schwere Stück wurde erst vier Jahre nach Schumanns Tod uraufgeführt und stieß zunächst auf viel Kritik, wurde dann aber immer beliebter und geschätzter. Den komplizierten Cellopart spielte an diesem Abend der junge deutsche Julian Steckel. Er gewann mit seinem Können schon zahlreiche Wettbewerbe und Preise wie den "Echo-Klassik" und  musiziert mit vielen renommierten Orchestern. Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet er sich auch intensiv der Kammermusik und ist mit seinen jungen Jahren bereits Professor  für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Das aus drei Sätzen ohne Pausen verbundene Cellokonzert sowie auch der Cellist begeisterten das Publikum, und der Solist musste mehrmals auf die Bühne kommen, um seinen wohlverdienten Applaus zu genießen. Danach spielte er noch eine sehr virtuose Zugabe mit heiterem Charakter.

Als drittes und letztes Werk spielten die Münchner Philharmoniker die bekannte Symphonie Nr. 6, op. 68 in F-Dur von Ludwig van Beethoven (1770 - 1827), die vom Landleben fern der Stadt erzählt und in fünf Sätze unterteilt ist, die der Komponist mit Titeln wie z. B. mit "Szene am Bach" oder "Donner - Sturm" versehen hat.

Beethoven liebte es, lange Spaziergänge durch das Umland von Wien zu machen, so dass er dieser Liebe sogar eine ganze Symphonie widmete, welche er "Pastorale", abgeleitet von "pastor" = Hirte, nannte. Mit verschiedensten Instrumenten ahmte er gut wiedererkennbare Vogelstimmen und andere Elemente wie ein Gewitter nach und zeigte damit sein großes Können, Bilder und Leidenschaft in Musik umzusetzen. In der "Pastorale" ging es ihm vor allem darum, seine Gefühle auszudrücken, die die Natur in ihm auslöste.

Bevor die Symphonie zu Gehör gebracht wurde, holte der Moderator Andreas Kern ein Mädchen, das in der ersten Reihe saß, auf die Bühne. Sie sollte die Vogelstimmen und Instrumente hörend erkennen. Und mit seiner netten Art konnte er die richtigen Antworten heraus kitzeln. Dafür und überhaupt für den Mut des Mädchens, auf die Bühne zu kommen, bekam sie Freikarten für das nächste Jugendkonzert überreicht.

Als das Konzert beendet war, wartete der Bus schon auf uns, der uns - noch immer begeistert - wieder nach Amberg zurückbrachte. Gegen Mitternacht kamen wir zwar müde, aber glücklich an, und auch jetzt noch können wir sagen: Es hat viel Spaß gemacht und wir würden jederzeit wieder in ein Konzert mitkommen!

 

Beethoven und Europa

 

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