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Mus Ab Feb 1Rund 150 Schüler wollten in diesem Schuljahr am "Musischen Abend" am Max-Reger-Gymnasium ihr Können am Instrument zeigen. Der Reigen begann um 18 Uhr für drei fünfte und zwei sechste Klassen, die in beiden Musiksälen und einem Klassenzimmer starteten.Vor vollbesetzten Zuhörerreihen begann jede Klasse den Abend mit einem gesungenen Lied, fein herausgeputzt, so wie es sich für ein Konzert gehört, und mit vor Aufregung roten Wangen.

Akribisch vorbereitet und für so junge Jahre erstaunlich souverän und eloquent bereiteten die jungen Musiker danach die Zuhörer mit Phantasiereisen, zeitgeschichtlichen Anekdoten und Erklärungen zu Komponisten und Werksgattung auf ihr jeweiliges Stück vor.

Und was für eine Vielfalt da zu hören war: Geige, Cello, Klavier, Querflöte, Klarinette bis hin zur Trompete, Posaune, Saxophon und Kontrabass, Gitarre und Schlagzeug. Und es wurde nicht nur einzeln musiziert, viele fanden sich zusätzlich zu kleinen Ensembles zusammen, als Klarinetten- oder Flötenduo. Einige vorspielende Schüler wurden durch Mitschüler am Klavier begleitet – ein erster Einstieg in die Kammermusik und so ganz nebenbei ein großer Beitrag zur Bildung einer guten Klassengemeinschaft. Sogar Eigenkompositionen stellten Schüler einer 6. Klasse ihren Zuhörern vor, was zeigt, dass eine frühe musische Förderung Selbstbewusstsein zur Kreativität stärkt.

Nicht nur der musische Beitrag jedes einzelnen 5. und 6.-Klässlers war gelungen, nein, jede einzelne Präsentation war perfekt: Alle Schüler nannten deutlich Titel und Komponisten ihres Stücks, gaben ihre kleine Einführung und nach dem Spiel verbeugten sie sich wie Profis beim wohlverdienten Applaus des Publikums.

Mus Ab Feb 2Um 19 Uhr ging es weiter: Für das Konzert der 7.- 9. Klassen mussten die Zuhörer zwar in den 4. Stock steigen, doch oben angekommen, durften sie die Musik im wundervollen Ambiente des Meditationsraums genießen.

Auch hier war neben vielen Soloauftritten aus der ganzen Palette des Instrumenten-angebots der Schule gemeinsames Musizieren zu sehen und zu hören, genannt sei hier Dieter Müllers spritziges Allegro giocoso für Querflöte, für Klavier arrangierte

Filmmusik wie Drei Haselnüsse für Aschenbrödel oder Auf dem Meeresgrund, Jazz

und Blues wie der Back Street Blues von James Rea.

Aus jeder Musikepoche waren Werke dabei: Klassische Musik war mit Mozarts Rondo alla turca und Beethovens Für Elise vertreten, die bei so manchem Zuhörer für einen Aha-Effekt sorgte, die Romantik mit Faurés Pavan op.50 oder Mendelssohns gefühlvoll vorgetragenem Venetianischem Gondellied, die Moderne mit stilsicher gespielten Ragtimes oder vielen Werken der wunderbaren Klavierpädagogin Martha Mier, die es versteht, für Jugendliche moderne Pop und Rockstücke geschickt in Szene zu setzen. Als Ensemble im Meditationsraum machten junge Saxophonisten den Abschluss des Konzerts mit Sir Duke von Stevie Wonder.

Eigentlich müssten an dieser Stelle alle Schüler namentlich genannt werden, jeder hätte es verdient, denn jeder war bestens vorbereitet, alle haben sich schließlich freiwillig zum Auftritt gemeldet.

So sei an dieser Stelle ein großes Lob an und für alle Musiker ausgesprochen, für einen über drei Stunden und an mehreren Orten gleichzeitig stattfindenden, aber bestens unterhaltenden "Musischer Abend".

BildEs gibt sie auch heute noch: Neu-oder Wiederentdeckungen in der Musikwelt. Da schlummert in der Hofbibliothek Thurn-und Taxis in Regensburg über 240 Jahre lang die Partitur einer Symphonie von Johann Christoph Vogel. Der wurde in Nürnberg geboren, wie Mozart 1756, trat mit 17 Jahren in die Hofkapelle Thurn und Taxis als Instrumentalist ein und ging mit 20 Jahren nach Paris, wo er Opern, Symphonien, Konzerte komponierte. Ebenfalls sehr jung gestorben, (mit 32 Jahren) wird er deshalb auch als der „Nürnberger Mozart“ bezeichnet. Diese bislang unbekannte Symphonie wurde von Wolfgang Jacob vom Verlag „Edition Stringendo“ gefunden und dem MRG zur „Uraufführung“ überlassen. Jacob war auch selbst zu „seiner Uraufführung“ ins Konzert gekommen. Im 3. Weihnachtskonzert des MRG war dies somit im völlig überfüllten Kongregationssaal Höhe-und Schlusspunkt. Doch nachdem Direktor Wolters die Besucher und viele Ehrengäste begrüßt hatte, begannen nach den Fanfarenklängen der Bläser die Beiträge der MRG-Schüler. Das Orchester mit über 20 jungen Musikern spielten aus Mozarts Violinkonzert Nr.3 den 1. Satz. Mit Magdalena Urban war hier eine Solistin dabei, die dieses Konzert mit ihrem geschmeidigen Spiel, ihrer Sensibilität, ihrer verblüffenden Virtuosität und einer Klasse-gespielten umfangreichen Kadenz bravourös gestaltete. Das Orchester war mit beweglichen Streichern und sicheren Bläsern unter Frau Feldmeier-Zeidlers klarem Dirigat ein inspirierender Partner. Lyrische Klänge zauberte das Querflötenensemble in den Saal. Drei Sätze aus Griegs „Holberg“-Suite erklangen bemerkenswert homogen, mit klarer Intonation und sauberem Zusammenspiel. Als Solisten an der Gitarre präsentierte Eric Engel aus „Bardenklänge“ von J-K. Mertz in strukturierter Gestaltung ein sehr melodiöses Stück mit sicherer Griff-Technik, und Robin Engel brachte in einer Fantasie über Verdi-Themen von Tarrega seine brillante Spieltechnik mit schwierigen Doppelgriffen und rasenden Läufen wirkungsvoll zur Geltung. Mit „Originalkompositionen“ von Piazolla und Singelée stellte sich das „Sax-Reger Quartett“ vor. Das sind interessante, auch melodiegeprägte Stücke, die sowohl rhythmisch wie auch spieltechnisch große Anforderungen stellen. Die 4 Instrumentalisten präsentierten das in verblüffender instrumentaler Homogenität und Reife. Mit Darbietungen verschiedenster Epochen war die MRG-Brass zu hören. Ein gut gespielter Choral von Bach, sehr dezent geblasene Volksweisen und ein beschwingtes Christmas Jazz-Medley brachten ganz besonders festliche Klänge in den Saal. Diffizil in der Kammermusik ist die Gattung Streichtrio. Diese Herausforderung bestanden Magdalena Urban, Konstanze Frauendorfer und Ronja Rosemann in eindrucksvoller Weise durch ihr partnerschaftliches, bewegliches, von sicherer Intonation geprägtes Spiel eines Terzetts von Fuchs. Das chorische Highlight absolut war der Auftritt des MRG-Chors unter Leitung von Michaela Treese. Ca. 75 Singende, davon (Gratulation und Respekt!) etwa 30 junge Männer sangen ein (endlich mal) bewegtes Ave Maria mit einem strahlenden „Halleluja“, die Motette „in den Armen dein“ von Melchior Frank erklang in differenzierter Gestaltung und stimmlicher Homogenität, „In dulci jubilo“ brachte mit leuchtenden Sopranen Weihnachten nahe und beim „Alleluja“ des 1951 geborenen Ralph Manuel zeigte der Chor in diesem modernen Stück seine ganze große Klasse. Vielschichtig in Dynamik und Rhythmus, die Soprane bis zum a´´ leuch-tend und klar, toll der Wechsel zwischen piano-Stellen und forte-Steigerungen bis hin zum (unerwarteten) Schluss im pp. Das war große Chorkunst. Und nun die „verschollene“ Symphonie. In drei Sätzen glaubte man, den Geist Glucks und Mozarts zu hören. Unter der fordernden Leitung von Maria Anna Feldmeier-Zeidler ließen die Musiker im Allegro mit Leidenschaft die Melodie-bögen ebenso aufleuchten, wie sie dramatische Klangakzente dagegenzustellen vermochten, im Andante gab Susanne Hiltl mit ihrer Flöte dem Klang zusätzlich Farbe. Ihr Part forderte sowohl bei den melodischen Linien wie auch bei perlenden Läufen eine ausgefeilte Spieltechnik ab, die die Solistin beeindruckend meisterte in Partnerschaft mit dem Orchester, das mit warmen und intensiven Streicherklängen die Melodien förmlich zelebrierte. Der bewegte Schlusssatz hielt mit großen Parallel-Klängen, auch Unisono-Stellen und einem interessanten Wechsel zwischen p-Einwürfen und üppigen Steigerungen so manche Überraschung bereit, die vom Orchester mit gleichbleibender Spannung bis hin zum leuchtenden D-Dur-Schlussakkord brillant ausgekostet wurden. Euphorischer Beifall, bewegende Dankesworte an Frau Feldmeier-Zeidler durch die Orchestersprecherinnen Magdalena Urban und Konstanze Frauendorfer für die jahrelange motivierende Förderung und Vorbildfunktion, nicht nur im musikalischen sondern auch im zwischenmenschlichen, sozialprägenden Bereich. Wieder einmal zeigte sich das MRG als unerschöpfliche Talentschmiede.

BildMusikalisch kann das Max-Reger-Gymnasium aus dem Vollen schöpfen. So wurden die Beiträge auch beim traditionellen Weihnachtskonzert auf 3 Abende verteilt. Zwei davon fanden im Festsaal des Gymnasiums statt, der dritte im Kongregationssaal. Bei den Abenden im Festsaal galt es, Abschied zu nehmen, sozusagen von 2 Epochen. Zum einen, so formulierte es der Leiter des Gymnasiums, OStD Wolfgang Wolters in seiner Begrüßung, war es das letzte Mal, dass Konzerte im Festsaal stattfinden konnten. Dieser Festsaal, den es an einem Gymnasium in dieser Form in der ganzen Oberpfalz nicht mehr gibt, wird nach den Sanierungsarbeiten nicht mehr existieren. Zum zweiten galt es Abschied zu nehmen von einer verdienten Musikpädagogin, die 25 Jahre prägend die Musikszene im Gymnasium gestaltet hatte. Studiendirektorin Maria Anna Feldmeier-Zeidler verabschiedet sich in den Ruhestand. Ihr Kollege Wolfgang Herrneder fand bewegende Worte zum Abschied: „vor 50 Jahren standen Sie als kleines Mädchen hier als Schülerin auf der Bühne, mit Preisen ausgezeichnet von „Jugend musiziert“ auf regionaler und auf Landesebene.

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Schon im antiken Griechenland gab es das "gymnásion". Damals war es eine Stätte zur körperlichen, charakterlichen und intellektuellen Ausbildung junger Menschen. Dabei spielte "mousike" eine große Rolle, und damit waren die musischen Künste als Einheit von Ton, Wort und Bewegung gemeint. Im heutigen "Musischen Gymnasium" kommt hier noch die Bildende Kunst hinzu. Der Oberbegriff ist geblieben: Kinder und Jugendliche erfahren am Gymnasium eine umfassende Bildung.

Nicht selten gibt es im Bereich des Musischen im oben genannten Sinne Doppelbegabungen, man denke nur an den Maler Paul Klee, der ebenso als Musiker und Geigenvirtuose hätte berühmt werden können. Oder an den Schauspieler Armin Müller-Stahl: Regisseur, Geiger, Maler und Schriftsteller.

Auch im Amberger Max-Reger-Gymnasium gibt es immer wieder Jugendliche, die vielseitig begabt sind und große Erfolge erzielen.

Zur Zeit ragt Katrina Heckmann aus der Klasse 9 c hervor. Schon im frühen Kindesalter wurde sie sowohl in Musik als auch im Sport von ihren Eltern gefördert und unterstützt.

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In diesem Schuljahr fand der "Musische Abend" am Max-Reger-Gymnasium wieder in seiner traditionellen Form statt: alle, die ihr Können am Instrument zeigen wollten, durften an diesem Abend auftreten, und es meldeten sich an die 130 Schüler.

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