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O Weimar! dir fiel ein besonder Loos!

Wie Bethlehem in Juda, klein und groß.

Bald wegen Geist und Witz beruft dich weit

Europens Mund, bald wegen Albernheit.

Der stille Weise schaut und sieht geschwind,

Wie zwei Extreme nah verschwistert sind.

(Goethe)

Mit diesen Versen fasste Johann Wolfgang von Goethe in dem Gedicht „Auf Miedings Tod“ das Besondere der Residenzstadt des Herzogs Carl August und der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar zusammen. Ihren ganz eigenen Charme hat die kleine Stadt an der Ilm bis heute bewahrt, was die Schülerinnen und Schüler der Q11 bei ihrer dreitägigen Weimarfahrt im März 2015 erleben durften. Ein Spaziergang durch den Park an der Ilm, vorbei an Goethes Gartenhaus stimmte auf den Besuch des „deutschen Athens“ ein. Auf den Spuren Goethes und Schillers entdeckten die vier Deutschkurse dann Weimars Gassen und Straßen.

So stand neben der Erkundung des Goethe- und Schillerhauses auch der Besuch des prächtigen Rokokosaals der Anna-Amalia-Bibliothek auf dem Programm. Sogar die Türen zur Sakristei der Jakobskirche, dem Ort, an dem Goethe seiner Christiane Vulpius am 19. Oktober 1806 das Ja-Wort gegeben hatte, wurden für die Amberger Besucher geöffnet. Ein Blick vom Kirchturm derselben ermöglichte noch einmal eine völlig neue Perspektive auf die Stadt, die der deutschen Klassik ihren Namen gab. Auch die Abende standen (fast) ganz im Zeichen Goethes und Schillers: Ein Teil der Q11ler besuchte das Deutsche Nationaltheater und wurde dort mit einer (sehr) modernen Inszenierung der Oper „Die Räuber“ von Verdi bzw. der Komödie „Der Hofmeister“ von J. M. R. Lenz unterhalten. Der andere Teil entschied sich für das Kulturprogramm im Theater im Gewölbe und damit für die kurzweilige Faust-Inszenierung „Faust I zu zweit“. Egal, welches Stück man gewählt hatte – jeder Zuschauer kam wohl voll auf seine Kosten.

Doch Weimar steht nicht nur für Kulturgenuss, Glanz und Blüte der deutschen Literatur oder für die Anfänge der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik, sondern ebenso für die dunkelste Seite der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Denn nur wenige Kilometer vor den Toren der beschaulichen Stadt ließ die SS gegen Ende der 1930er Jahre auf dem Ettersberg bei Weimar das Konzentrationslager Buchenwald errichten, in dem bis zum Kriegsende 1945 Häftlinge aus ganz Europa zu Tode gekommen sind. Auch dieser Teil der deutschen Geschichte wurde den Q11lern bei einem Besuch der Gedenkstätte sowie des Glockenturms und des in den 50er-Jahren geschaffenen Mahnmals von Fritz Cremer nähergebracht.

So ist Weimar also nicht nur historischer Treffpunkt der deutschen Dichter und Denker des Humanitätsgedankens, sondern ebenso Schauplatz barbarischer Gewalt und Unmenschlichkeit - und damit einprägsames Beispiel für den Dualismus der deutschen Geschichte.

 

 


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